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Steiermark#


Wappen der Steiermark
Wappen der Steiermark

Fläche: 16.398,76 km²
Einwohner: 1.237.298 (Stand 2017)
Bevölkerungsentwicklung: Statistik Austria
Landeshauptstadt: Graz
Website: www.steiermark.at

Die Steiermark - eines von neun Bundesländern der Republik Österreich - ist flächenmäßig das zweitgrößte, nach der Einwohnerzahl das viertgrößte Bundesland.

Sie grenzt im Westen an Salzburg und Oberösterreich, im Süden an Kärnten und Slowenien, im Osten an das Burgenland, im Nordosten und Norden an Niederösterreich und Oberösterreich. Ihren Namen hat sie nach der ehemaligen Stammburg der Traungauer Grafen in Steyr (Oberösterreich).

Die Steiermark ist mit ca. 60% Waldfläche Österreichs waldreichstes Bundesland und wird deshalb auch die "Grüne Mark" oder das "Grüne Herz Österreichs" genannt. Die "Eherne Mark" (Eiserne Mark), wie sie ebenfalls genannt wurde, war und ist auch ein traditionelles Industrieland, das sich in den letzten Jahren zu einer der innovativsten Regionen Europas entwickelt hat. Mit ihrer Forschungs- und Entwicklungsquote von 5,16 % (2015) des Bruttoregionalproduktes liegt die Steiermark nicht nur in Österreich sondern auch im Vergleich der 276 EU-Regionen an der Spitze.


Zahlen und Fakten#

  • Landeshauptstadt: Graz
  • Einwohner: 1.237.298 (2017)
  • Fläche: 16.398,76 km²
  • Höchster Gipfel: Hoher Dachstein, 2995 m
  • Landeshauptmann: Hermann Schützenhofer (ÖVP)
  • Landtag: 48 Mitglieder

1 Statutarstadt (Graz), 12 politische Bezirke, 15 Gerichtsbezirke, 287 Gemeinden (davon 35 Städte und 121 Marktgemeinden);
Oberlandesgericht in Graz, Landesgerichte in Graz und Leoben

(Noch 2010 hatte die Steiermark 542 Gemeinden und damit im Vergleich zu allen anderen Bundesländern die kleinteiligste Gemeindestruktur. Durch die "Steiermärkische Gemeindestrukturreform", die 2013 vom Landtag Steiermark beschlossen wurde, wurde die Zahl der Gemeinden in der Steiermark von 542 ab 1. Jänner 2015 auf 287 Gemeinden (inkl. Graz) erringert. Insgesamt waren von der Reform 385 Gemeinden betroffen - durch Aufnahme anderer Gemeinden oder Gemeindeteile, Gebietsveränderungen oder Auflösung -, es wurden auch Gemeindenamen geändert oder neu geschaffen.)

Übersichtskarte#

Steiermark Landkarte
Steiermark
© Verlag Ed.Hölzel

Die Steiermark ist zu drei Viertel Gebirgsland und wird wegen der ausgedehnten Waldgebiete auch "Grüne Mark" genannt. Die gebirgige Obersteiermark - ehemals das Land der Eisenhämmer, Sensenschmiede und Stahlwerke ("Eherne Mark") - umfasst das Quellgebiet der Traun (steirisches Salzkammergut, Ausseer Land), das Flussgebiet der oberen und mittleren Enns und der Salza sowie die von Mur und Mürz gebildete Längstalfurche. Sie wird von Gruppen der Nördlichen Kalkalpen (Dachstein, Totes Gebirge, Grimming, Ennstaler Alpen, Hochschwab, Steirisch-niederösterreichische Kalkalpen) und Teilen der Zentralalpen, der Niederen Tauern sowie den Eisenerzer Alpen (steirischer Erzberg) durchzogen.

Südlich von Mur und Mürz erheben sich die Gurktaler und die Seetaler Alpen, die Stub- und die Gleinalpe und die Fischbacher Alpen. Die Mittelsteiermark, ein Berg- und Hügelland, umfasst das mittlere Murgebiet, das Grazer Becken, das Grazer und das Leibnitzer Feld. Die Weststeiermark umfasst die östlichen Vorberge der Glein-, Stub-, Pack- und Koralpe (Weststeirisches Hügelland). Die Oststeiermark besteht aus dem von der Raab und ihren Nebenflüssen nach Osten zur Pannonischen Tiefebene entwässerten Oststeirischen Hügelland. Die einstige Südsteiermark (zwischen Drau und Save) musste nach dem 1. Weltkrieg an Jugoslawien abgetreten werden.

Wirtschaft#

Die Steiermark hat sich in den letzten Jahren zu einer der innovativsten Regionen Europas entwickelt. Mit ihrer Forschungs- und Entwicklungsquote von 5,16 % (2015) des Bruttoregionalproduktes liegt die Steiermark nicht nur in Österreich sondern auch im Vergleich der 276 EU-Regionen an der Spitze.

Mit dem modernsten Tunnelforschungszentrum der Welt am Erzberg, dem fortschrittlichsten Stahlwerk in Kapfenberg, der Testumgebung für selbstfahrende Autos im steirischen Automobilcluster, den innovativen Windrädern in den Windparks der Energie Steiermark und einem Forschungszentrum für Mikroelektronik ('Silicon Austria') ist die Forschung in der Steiermark auf Weltniveau.

Bildung & Forschung#

Fünf Universitäten, zwei Fachhochschulen, zwei Pädagogische Hochschulen und zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, wissenschaftliche Vereine und Gesellschaften, allen voran die JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH und die Österreichische Akademie der Wissenschaften, zeichnen für den hervorragenden Ruf des Forschungslandes Steiermark verantwortlich.

Kunst & Kultur#

Neben archäologischen Funden aus der Frühgeschichte (Drachenhöhle bei Mixnitz, Repolusthöhle bei Peggau, Strettweg, hallstattzeitliche Nekropolen im Sulmtal und anderswo) und Römerzeit (Flavia Solva, Frauenberg bei Leibnitz, Löffelbach bei Hartberg, St. Johann bei Herberstein und andere) besitzt die Steiermark bedeutende mittelalterliche Baudenkmäler aus der Romanik (Basilika Seckau, Karner in Hartberg, Johanneskapelle in Pürgg, Pfarrkirche in Piber) und aus der Gotik (Stadtpfarrkirche Murau, Leechkirche in Graz, Wallfahrtskirchen Maria Straßengel, Pöllauberg und Maria Rehkogel, Grazer Dom, Stiftskirche Neuberg an der Mürz und andere; Profanbau Kornmesserhaus in Bruck an der Mur).

Auch aus den weiteren Epochen, Renaissance (Landhaus und Zeughaus in Graz, Schlösser Hollenegg, Frondsberg, Thannhausen, Strechau), Manierismus (Schloss Eggenberg, Eggenberger-Mausoleum in Ehrenhausen), Barock (Stifte St. Lambrecht, Pöllau, Stainz, Vorau, Rein, Stiftsbibliothek Admont), Klassizismus (Korpskommando Graz, Lambrechter Hof in Graz) und Historismus (Herz-Jesu-Kirche in Graz, Stiftskirche Admont) verfügt das Land über hervorragende Beispiele. Reich an mittelalterlichen Glasgemälden sind die Walpurgiskirche St. Michael, Maria Straßengel, die Leechkirche in Graz, St. Erhard in der Breitenau und die Waasenkirche in Leoben. Die Johanniskapelle in Pürgg ist ein einzigartiges Beispiel romanischer Wandmalereien, gotische Fresken besitzen die Bischofskapelle Göß, die Stiftskirche Seckau, die Pfarrkirche Pürgg, die Pfarrkirche Murau, die Filialkirche St. Erhard zu Göß, St. Georgen bei Judenburg, die Minoritenkirche und die Kirche St. Rupert in Bruck an der Mur. Die Stiftskirchen Pöllau, Vorau, Stainz, Rein, die Wallfahrtskirchen Frauenberg bei Admont, Mariazell, Weizberg, die Schlosskirche Festenburg und andere sind mit barocken Wandmalereien geschmückt.

Kunsthandwerklich bedeutend sind der romanische Gösser Ornat und das gotische St. Lambrechter Fastentuch. Zu den wichtigsten frühneuzeitlichen Künstlern des Landes zählen die Bildhauer J. T. Stammel, J. J. Schoy, M. Schokotnigg, P. J. Straub, V. Königer, die Maler H. A. Weißenkirchner, M. von Görz, J. C. Hackhofer und J. B. A. Raunacher. Der Baumeister J. B. Fischer von Erlach stammt zwar aus der Steiermark, hat aber in diesem Land selbst nur wenig geschaffen (zum Beispiel Innendekoration des Mausoleums in Graz, Hochaltar in Mariazell). H. Boeckl schuf 1952-60 mit den Fresken der Seckauer Engelkapelle sein bedeutendstes Monumentalwerk, ein Schlüsselwerk moderner steirischer Sakralkunst. Das Forum Stadtpark in Graz ist seit 1961 ein Zentrum für avantgardistische bildende Kunst, Fotografie, Literatur und modernes Theater; der "steirische herbst" widmet sich seit 1968 der überregionalen Avantgardekunst, die "styriarte" in Graz seit 1985 der Alten Musik.

Die Steiermark – von der alpinen Bergwelt im Norden bis zu den Weinbergen im Süden – ist für ihre Naturschönheiten bekannt: Almen, Bergseen, Auwälder, Moore, Tropfsteinhöhlen u.v.m. laden in der grünen Mark ein.

Urlaubsregionen#


Freizeit#

  • "Jo, jo" - Der Steiermark Film (Tourismusfilm)
Die Steiermark punktet bei seinen Gästen mit Vielfalt und hoher Qualität; im Mittelpunkt stehen die vier touristischen Leitprodukte: Natur und Bewegung, Essen und Trinken, Regeneration und Wellness sowie Kultur in Stadt und Land.