Wien - Austria-Forum : AEIOU

Wien #

Bundeshauptstadt und Bundesland


Wappen Wiens

Fläche: 41.489 ha (2003)
Einwohner: 1,714.142 (2011)
Bevölkerungsentwicklung: Statistik Austria
Gebäude: 168.167 (VZ 2001)
Wohnungen: 837.537 (2008)
Stadtplan Zeige Wien auf einer Karte  

Wien ist die österreichische Bundeshauptstadt (mit 23 Gemeindebezirken) und zugleich das flächenmäßig kleinste, aber einwohnermäßig größte und am dichtesten besiedelte Bundesland. Zum zweiten Mal in Folge lag Wien 2010 bei der internationalen Mercer-Studie in Führung, gefolgt von Zürich und Genf. Die Studie misst die Lebensqualität in Städten, wobei weltweit 221 verglichen werden. Wien behauptet darüber hinaus seit den 1990er-Jahren den ersten Rang unter den Städten der Europäischen Union.

Wien auf einen Blick#

Die wichtigsten Daten und Fakten über die Stadt Wien findet man unter: Wien Statistik
Die Zahlen werden laufend aktualisiert.

Lage, Landschaft#

Blick vom Stephansturm Richtung Westen. © Österreich Werbung, Wiesenhofer, für AEIOU

Die Stadt Wien erstreckt sich auf einer Fläche von ca. 415 km² von den Ausläufern des Wienerwalds im Westen und dem Donaudurchbruch im Norden bis zum Rand des ebenen Marchfelds, der Donau-Auen und des Wiener Beckens im Osten und Süden. Der höchste Punkt (542 m Seehöhe) liegt auf dem Hermannskogel, der tiefste in der Lobau (151 m).

Rund die Hälfte des Stadtgebiets sind Grünflächen (Parkanlagen, landwirtschaftlich genutzte Flächen, Wälder usw.) Kaum eine andere Stadt besitzt so viel "Öffentliches Grün", große Erholungsgebiete liegen im Lainzer Tiergarten, Wienerwald, in der Lobau, im Prater und auf der Donauinsel. Das Naturschutzgebiet Lainzer Tiergarten und der Nationalpark Donau-Auen machen je 5,4 % des Stadtgebietes aus. 26,1 % der Gesamtfläche der Stadt sind Schutzgebiete.

Rund 5 % des Stadtgebietes (1.940 ha) besteht aus Gewässern. Dazu zählen vier Donauarme (Fließgewässer), 29 Augewässer (Donau-Altarme, stehende Gewässer), vier Flüsse und Kanäle, 29 Wienerwaldbäche und ca. 40 Teiche und kleine Seen. Die 21,1 km lange Donauinsel trennt den Donaustrom von der Neuen Donau. Mit einer Landfläche von 490 ha ist sie zugleich Hochwasserschutz und Erholungsraum.

Im Stadtbereich befinden sich 1716 Brückenobjekte, für mehr als 800 ist die MA 29, Brückenbau zuständig. Zehn Brücken führen über die Donau, 32 über den Donaukanal und 40 über den Wienfluss.

Nationalpark Donau-Auen

Stadtentwicklung, Wohnen#

Wohnanlage, Wien 23 © Österreich Werbung, Panagl, für AEIOU

Meilensteine der Stadtentwicklung waren die Eingemeindung der 34 Vorstädte (1850), wodurch sich die Fläche von 360 ha auf 5.540 ha vergrößerte und die der Vororte (1890), die zu einer Ausdehnung auf 17.812 ha führte. Anfang des 20. Jahrhunderts kamen Floridsdorf (1904) sowie Strebersdorf und Mauer (1910) zu Wien, das nun 27.805 ha maß. 1938 wurden 98 niederösterreichische Gemeinden ein- und 1954 davon 80 wieder ausgegliedert. Die Fläche von "Groß-Wien" lag bei 121.541 ha. 2003 hat man die Fläche der Stadt Wien neu berechnet, sie beträgt demnach 41.489 ha.

Seit den 1970er- Jahren ist ein Suburbanisierungsprozess, besonders entlang der Südbahnstrecke, zu beobachten. 2008 hat die Planungsgemeinschaft Ost die Bevölkerung der Stadtregion auf rund 2,6 Millionen beziffert, von denen rund 900.000 Menschen im Umland leben. Das Gebiet reicht dabei bis Eisenstadt, Wiener Neustadt, Mistelbach und Hollabrunn. Zwischen 2001 und 2006 wuchs die Einwohnerzahl der Stadtregion um 1 % pro Jahr.

Bei der Volkszählung 2001 wurden in Wien 168.167 Gebäude mit 910.745 Wohnungen (davon 770.955 Hauptwohnsitze) festgestellt. Mehr als 70 % der Wohnungen befanden sich in 20 % der Gebäude, die mehr als zehn Wohnungen beinhalten. Knapp die Hälfte aller Wiener Gebäude sind Ein- oder Zweifamilienhäuser, die besonders in den Randbezirken stehen. Zwei Drittel aller Gebäude sind in Privatbesitz. 2008 verzeichnete das Wiener Bevölkerungsregister 837.537 Wohnungen, die durchschnittliche Haushaltsgröße lag bei 2,01 Personen.

Am 21. 9. 1923 beschloss der Gemeinderat erstmals ein 5-jähriges Bauprogramm zur Errichtung von 25.000 Wohnungen aus Steuermitteln. Bis 1934 wurden 337 städtische Wohnhausanlagen mit rund 64.000 Wohnungen erbaut, 1954 der Grundstein für die 100.000. Gemeindebauwohnung gelegt. 1994 verwaltete die Stadt als größter Hauseigentümer Österreichs über 220.000 Gemeindewohnungen.

In 16 der 23 Wiener Gemeindebezirke bestehen Kleingartengebiete. Davon sind 22.464 Parzellen (847,2 ha) für ganzjähriges Wohnen gewidmet (Hauptwohnsitz im Kleingarten, Verbauung bis 50 m²), nur noch 3.929 Parzellen (149,8 ha) sind klassische Schrebergärten.

Bevölkerung, Migration#

Foto: Alfred Wolf

2011 verzeichnet das Wiener Bevölkerungsregister 1,714.142 Personen mit Hauptwohnsitz in Wien.

Wien ist seit der Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie ein Anziehungspunkt für Zuwanderinnen und Zuwanderer. Die Einwohnerzahl erhöhte sich auf dem heutigen Stadtgebiet von 1857 bis zum Ersten Weltkrieg von etwa 676.000 auf über 2,1 Millionen. In den 1960er-Jahren wurden "Gastarbeiter" überwiegend aus dem damaligen Jugoslawien und der Türkei angeworben, um den Arbeitskräftebedarf zu decken. Diese Entwicklung erreichte zu Beginn der 1970er-Jahre mit jährlichen Wanderungsüberschüssen zwischen 12.000 und 15.000 Personen ihren Höhepunkt. Ende der 1980er-Jahre setzte eine neue Zuwanderungswelle ein. Neben dem konjunkturbedingten Arbeitskräftebedarf waren dafür vor allem die Ostöffnung nach dem Fall des Eisernen Vorhanges (1989) und die Kriegsereignisse auf dem Balkan (ab 1991) verantwortlich. Ab 2001 erhöhte sich die Zuwanderung aus dem Ausland abermals und erreichte 2004 ein Maximum im Zusammenhang mit der EU-Osterweiterung.

Seit der Volkszählung 2001 hat sich die Zahl der Personen mit Migrationshintergrund um etwa ein Drittel erhöht. Ihr Anteil an der Wiener Bevölkerung stieg von 25,9 % auf 32,3 %. Knapp ein Drittel der Bevölkerung mit Migrationshintergrund kommt aus Ländern der Europäischen Union, ein knappes Fünftel aus nicht europäischen Ländern. Die zahlenmäßig größten Gruppen stammen aus Serbien, der Türkei, Deutschland, Polen sowie Bosnien und Herzegowina. Die größten (absoluten) Zunahmen wiesen 2008 die Herkunftsländer Deutschland und Rumänien auf. Vier Gemeindebezirke haben einen Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund von über 40 %, im 15. Bezirk sind es 46,6 %.

Bildung, Religion#

2007/08 besuchten 226.773 Kinder und Jugendliche eine der 695 Wiener Schulen und wurden von 22.810 LehrerInnen unterrichtet. 18% der Schülerinnen und Schüler gingen in eine Privatschule. 2007 wurden 8.489 Reifeprüfungen abgelegt, davon mehr als die Hälfte an allgemein bildenden höheren Schulen, 58 % von Schülerinnen und 42 % von Schülern.

Die Zahl der Studierenden liegt bei 135.070. 95 % sind an wissenschaftlichen Universitäten inskribiert , 3,5 % an Kunstuniversitäten, 1,4 % besuchen eine private Universität. 2006/07 beendeten 11.424 Personen (6.338 Frauen und 5.186 Männer) ihr Universitätsstudium. 2009 waren 62 Master- und 44 Bachelorstudiengänge an Wiener Fachhochschulen eingerichtet.

In Österreich sind 18 Religionsgemeinschaften staatlich anerkannt. Die jüngsten Ergebnisse über die Zugehörigkeit finden sich in der Volkszählung 2001. Demnach bekannten sich in Wien 762.089 Personen zur römisch-katholischen und 72.492 zur evangelischen Konfession. 6.988 waren Juden, 121.149 Muslime, 93.294 orthodoxe Christen. Die zweitgrößte Gruppe machten 397.596 Personen "ohne Bekenntnis" aus.

Kultur#

Seit 1996 zählen Schloss und Park von Schönbrunn, seit 2001 das historische Stadtzentrum von Wien zum Weltkulturerbe der UNESCO. In der Begründung dafür heißt es: " Im historischen Zentrum der Stadt Wien werden die drei Schlüsselepochen der europäischen kulturellen und politischen Entwicklung – das Mittelalter, das Barock und die Gründerzeit – durch das städtische und architektonische Erbe außergewöhnlich dargestellt. Seit dem 16. Jahrhundert wird Wien allgemein als die Musikhauptstadt Europas anerkannt."
Das Wiener Kulturschaffen war und ist von internationaler Bedeutung, besonders bekannt: Musik - die u.a. an der Staatsoper, mit dem Orchester der Wiener Philharmoniker, an der Volksoper, im Konzerthaus und im Musikverein gepflegt wird - und Theater, wie Burgtheater, Akademietheater, Theater in der Josefstadt. Die Vereinigten Bühnen Wien sind mit Raimundtheater und Ronacher Musical-Spezialisten. Mit weltweit 8,5 Millionen Besuchern ist die Eigenproduktion "Elisabeth" (1996) das bisher erfolgreichste deutschsprachigen Musical. Die Wiener Museen besitzen Weltgeltung.

Neben der so genannten Hochkultur erfreuen sich die Eventkultur mit Cityfesten wie dem Silvesterpfad , Donauinselfest oder dem Life-Ball sowie die Basis-Kultur großen Interesses und der Förderung der Stadt.

Wirtschaft, Beschäftigung#

Bürohaus Skylink, Wien 19, Foto: Doris Wolf

2007 waren die meisten Arbeitsstätten (38,6%) und Beschäftigten (27,2%) im Bereich Realitätenwesen, Vermietung beweglicher Sachen und Unternehmensdienstleistungen zu finden, ebenso die höchste Summe der Bruttolöhne und -gehälter (rund 5,2 Mrd. EUR). Die höchsten Betriebserlöse mit rund 78,4 Mrd. EUR erzielte der Sektor Handel und Reparatur von Kfz und Gebrauchsgütern. Frauen dominierten im Gesundheitswesen und im Einzelhandel, Männer in der Sachgütererzeugung und im Bauwesen. Der größte Anteil von unselbstständig beschäftigten Ausländerinnen und Ausländern war im Beherbergungs- und Gaststättenwesen zu verzeichnen (35,3%).

Nach der Leistungs- und Strukturstatistik 2007 sind rund 21% aller Beschäftigten im Handel (Handel; Reparatur v.Kfz u.Gebrauchsgütern) und rund 10% im Einzelhandel im Speziellen tätig. Der Einzelhandel wies mit mehr als 63.000 Personen die höchste Beschäftigungszahl im Bereich Handel auf, wobei rund 14% Selbstständige waren.

Von den weitreichenden Grünflächen in der Stadt werden 32,5% für die Landwirtschaft genützt 258 Gemüsebaubetriebe, 116 Zierpflanzen-und Baumschulbetriebe, 158 Ackerbaubetriebe und 37 Feldgemüse- und Obstbaumbetriebe produzieren eine Vielfalt an landwirtschaftlichen Produkten. 2008 lag die Bundeshauptstadt bei der Fruchtgemüseproduktion an erster Stelle. Der größte österreichische Gemüsevertrieb (LGV) mit Sitz in Simmering versorgt bis 70 % der Wiener und 56 % der österreichischen Bevölkerung mit Gemüse.

Nach der Leistungs- und Strukturstatistik waren 2007 im Bereich Produktion die meisten Arbeitsstätten im Verlagswesen, Druckerei und Vervielfältigung (899, das entspricht 19 %) zu finden. Die Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung und -verteilung zählte die meisten Beschäftigten (fast 11.000).

Ein besonders wichtiger Wirtschaftszweig für Wien ist der Tourismus. Im ersten Halbjahr 2012 wurden 5,5 Millionen Nächtigungen gezählt (+8,4 % gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres), der Umsatz lag bei 191,5 Millionen Euro (+ 5 %) Die meisten Gäste kamen aus Deutschland (1,12 Millionen), gefolgt von Österreich. Stark gestiegen ist die Zahl der Reisenden aus Saudiarabien ( 31.000 Gäste, + 163 %)

Die Tourismus-Statistik 2010 ging von 6 Millionen Besuchern für den Stephansdom aus, das bisher erstgereihte Schloss Schönbrunnkam mit 2,47 Mio. auf Platz 2, der Tiergarten Schönbrunn mit 2,18 Millionen auf Platz 3, das Riesenradmit 640.000 Besuchern auf Platz 4 und die Albertina mit 630.000 Gästen auf Platz 5.

Auch Events erweisen sich als Wirtschaftsmotor. Bis zu 700.000 Gäste kommen alljährlich zum Filmfestival auf dem Rathausplatz, das 2012 zum 22. Mal stattfindet. Während das Kino gratis ist, geben die Besucher 27,64 Mio. Euro für die dort angebotenen Speisen und Getränke aus. Beim Wiener Eistraum betrugen die Ausgaben (2011) fast 19 Mio. Euro. Als Highlight gilt der Silvesterpfad. Im Schnitt bleiben Gäste aus den Bundesländern 3,6 Tage, aus dem Ausland 6,5 Tage, um den Jahreswechsel in Wien zu feiern.

2008 gab es in Wien im Jahresdurchschnitt 960.880 Beschäftigungsverhältnisse (51,3% Männer, 48,7% Frauen). 90,1 % der Unselbstständigen waren in voll sozialversicherungspflichtiger Arbeit tätig. Von den selbstständig Erwerbstätigen waren zwei Drittel Männer und ein Drittel Frauen. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen lag 2008 im Jahresdurchschnitt bei 66.487. Ausländerinnen und Ausländer machten knapp ein Viertel aus. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen (ein Jahr und länger) lag bei 1.110 Personen. 2008 entfielen auf eine gemeldete offene Stelle neun arbeitslose Personen.

Quelle Besucherstatistik 2010: "Heute" vom 28.3.2011
"Wien.at" 11/2011
Österreich 20.7.2012
Wiener Bezirksblatt Juli 2012

Verkehr, Energie, Infrastruktur#

Währinger Gürtel: U-Bahn-Station und Fernheizwerk,  Foto: Doris Wolf

Zum Stichtag 31. 12. 2008 waren in Wien 805.539 Kraftfahrzeuge zugelassen, davon 657.192 PKW und 75.819 Krafträder. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr betrug nur 0,4% und war bei Motorrädern und Motorfahrrädern an stärksten. Sehr forciert wird der Ausbau des Radwegenetzes, das im Jahr 2010 rund 1.150 km umfasst.

Das Wiener Straßenbahnnetz ist mit 422 km das fünftgrößte weltweit und das Wiener U-Bahn-Netz mit 226 km das fünftgrößte der EU. Im Jahr 2010 waren in Wien 772 Straßenbahn-Trieb- und Beiwagen im Einsatz, auf den U-Bahn-Linien 774 Triebwagen. Die U-Bahnen bilden das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs. 510 von 812 Millionen Passagieren benutzten sie im Jahr 2010: 115 Millionen die U1, 50 Millionen die U2, 102 Millionen die U3, 118 Millionen die U4. Spitzenreiter ist die U6 mit 125 Millionen Fahrgästen jährlich, das sind 350.000 täglich. Laut Statistik der Wiener Linien gab es (2008) 28 Straßenbahnlinien mit einem Streckennetz von 215 km und 1.033 Stationen. 190,52 Millionen Fahrgäste nutzten die Straßenbahn. 84 Autobuslinien befuhren 391,2 km (3276 Haltestellen) und zählten 114,97 Millionen Passagiere.

2010 sind die Neubauten von Bahnhöfen und umgebenden Stadtteilen wichtige Infrastrukturmaßnahmen. Das Gesamtprojekt Hauptbahnhof umfasst 109 ha. Auf der neuen Nord-Süd- und Ost-West-Achse sollen die ersten Züge 2012 verkehren, die Fertigstellung ist für 2015 geplant. Mit Büroflächen im Ausmaß von 550.000 m², 5.000 Wohnungen für rund 13.000 Personen, einem 8 ha großen Park sowie Schulen und Kindergarten soll rund um den ehemaligen Südbahnhof eine Stadt in der Stadt für 30.000 hier wohnende und arbeitende Menschen entstehen.

2012 wurde der neue Westbahnhof - bisher mit einer Frequenz von rund 43.000 Reisenden täglich einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Österreichs - fertiggestellt. Hier blieb die denkmalgeschützte Bahnhofshalle erhalten, rechts und links davon entstanden Neubauten der Bahnhof-City mit Geschäften und Gastronomischen Betrieben auf drei Ebenen.

Der Flughafen Wien-Schwechat verzeichnete im Jahr 2008 ca. 133.100 Landungen bzw. Abflüge und fertigte 18,1 Millionen Passagiere ab.

Der Umschlag im Wiener Hafen lag 2008 bei 1,466.416 Tonnen.

2010 zählt "Wien Energie Fernwärme" mit einem Leitungsnetz von über 1.100 Kilometern europaweit zu den größten Unternehmen dieser Art. Sie beliefert mehr als ein Drittel aller Wiener Haushalte (ca. 280.000 Wohnungen) und 6.000 Großkunden mit Wärme für Heizung und Warmwasser, bis 2020 soll der Marktanteil 50 % erreichen. Die thermische Abfallbehandlungsanlage Spittelau, Zentrale der Fernwärme, verarbeitet jährlich rund 250.000 Tonnen Hausmüll. An zweiter Stelle steht mit gut 37% Naturgas. Ein Zehntel der Heizenergie stellt Erdöl, ein schwaches Zehntel Strom, wobei in der Strommenge auch der Verbrauch für Klimaanlagen enthalten ist. Bis 2015 will Wien Energie mehr als 50 Mio. euro in den Ausbau umweltfreundlicher Fernkälteanlagen investieren. Dabei wird, wie bei der Fernwärme, Abwärme der Müllverbrennung verwendet.

Die Eröffnung der Ersten Wiener Hochquellenwasserleitung erfolgte nach nur dreijähriger Bauzeit 1873. Ihr Symbol ist der Hochstrahlbrunnen auf dem Schwarzenbergplatz. Das Hochquellenwasser fließt auf einer Länge von rund 150 km aus dem Rax-Schneeberg-Gebiet über 30 Aquädukte ohne Pumpanlagen nach Wien. Der Höhenunterschied beträgt 280 m, die Fließzeit 16 Stunden. Die Erste Hochquellenleitung liefert jährlich rund 61,934.000 m³, das sind 43,9 % der Wasseraufbringung. 1901 begann der Bau der Zweiten Hochquellenwasserleitung im Hochschwab-Gebiet. Die Springbrunnen im Wiener Rathauspark erinnern an die Eröffnung 1910. Die Zweite Hochquellenleitung liefert jährlich rund 75,527.000 m³, das sind 53,6 % der Wasseraufbringung. Die Quellgebiete beider Wasserleitungen umfassen mehr als 600 km². Der durchschnittliche Tagesverbrauch liegt bei 373.589 m³.

Hauptbahnhof Wien
Wien Energie

Internationale Organisationen#

Vienna International Center, Moschee und Donauturm. © Copyright Österreich Werbung, Mayer, für AEIOU

Zahlreiche Institutionen haben ihren Sitz im Vienna International Center im 22. Bezirk, das auch "UNO-City" genannt wird. Die in Wien ansässigen internationalen Organisationen werden jährlich von der MA 5 in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten im Rahmen einer Erhebung erfasst. 2008 waren dies 18 Organisationen: CTBTO Preparatory Commission for the Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty Organization; ECO Energy Community Organisation; EPO European Patent Office; FRA European Union Agency for Fundamental Rights; IAEA International Atomic Energy Agency; ICMPD International Centre for Migration Policy Development; ICPDR International Commission for the Protection of the Danube River; IIASA International Institute for Applied Systems Analysis; IIP International Institute for Peace; IPI International Press Institute; IOM International Organization for Migration; JVI Joint Vienna Institute; OFID OPEC Fund for International Development; OPEC Organization of Petroleum Exporting Countries; OSCE Organization for Security and Cooperation in Europe; UNIDO United Nations Industrial Development Organization; UNOV United Nations Office at Vienna; WA Wassenaar Arrangement.

"Was Wien für die Welt bedeutet…"#

… war im Juli 2011 eine Beilage der Gratiszeitung "Heute" übertitelt. Dabei wurden die "Top 30 der vielen Wiener Besonderheiten" aufgezählt:

1. Wien hat die weltweit höchste Lebensqualität (Mercer Studie 2010)
2. Wien ist die führende Ost-West-Drehscheibe (Osteuropa-zentralen von mehr als 300 internationalen Konzernen
3. Der Flughafen Wien zählt zu den bedeutendsten in Zentraleuropa - mit nur 25 Minuten Transferzeit
4. Wien ist Top-Standort für internationale Organisationen, damit auf Rang 9 der politisch wichtigsten Städte
5. Wien ist mit 154 internationalen Kongressen (2010) die beliebteste Kongressstadt der Welt
6. Wien wurde 2010 als nachhaltigste Stadt der Welt mit moderner Abfallwirtschaft ausgezeichnet
7. Wien ist die bestplatzierte europäische Millionenstadt beim Umweltschutz
8. Wien verfügt über eines der ältesten und längsten Straßenbahnnetze der Welt (179 km)
9. Die Gemeinde Wien ist Schulerhalter von rund 380 öffentlichen Pflichtschulen und drei Fachschulen
10. Europas größte Passivhaussiedlung entsteht in Wien 3 ("Eurogate")
11. Die Kulturstadt Wien zählt 70.000 Theater- und Konzertsitzplätze und neben dem regulären Spielbetrieb durchschnittlich sieben Großveranstaltungen täglich
12. Wien gilt als Modell der "Stadt der kurzen Wege". 2010 transportierten die Wiener Linien 839 Mio. Fahrgäste
13. Die Wiener Stadthalle zählt zu Europas führenden Event-Locations
14. Der Life Ball ist der größte Aids-Charity-Event in Europa
15. Das 2001 gegründete MuseumsQuartier gehört zu den zehn größten Kulturarealen der Welt (60.000m²)
16. Das Leopold Museum besitzt die weltweit größte Sammlung von Werken Egon Schieles, des Wiener Secessionismus, österreichischem Expressionismus und Wiener Moderne
17. Die Stadt Wien ist der größte Wohnungseigentümer und Hausverwalter Europas (220.000 Gemeindewohnungen)
18. Wien hat die meisten Verbindungsbüros im Ausland (Städtenetzwerk)
19. Wien ist eine der grünsten Städte der Welt (mehr als 50 % Grünflächen, ca. 21.500 ha)
20. Wien ist die einzige Großstadt der Welt mit beachtlichem Weinbau (700 ha)
21. Wien erwirtschaftet mehr als ein Viertel des Bruttoinlandsproduktes, obwohl nur ein Fünftel der österreichischen Bevölkerung hier lebt
22. In Wien haben Österreichs größte Unternehmen ihren Sitz
23. Wiens historisches Zentrum sowie Schloss und Park von Schönbrunn sind UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten
24. Die Wiener Börse ist seit 2010 auch Sitz der CEE Stock Exchange Group
25. Die Albertina ist die größte grafische Sammlung der Welt
26. Das Wiener Musikleben ist von internationaler Bedeutung
27. Wien verfügt über 9 Universitäten, 5 Fachhochschulen und mehr als 900 Forschungsinstitute
28. 2010 kam Wien auf 10,9 Mio. Gästeübernachtungen, geschätzter Gesamtumsatz des Tourismus: 4 Mia. Euro jährlich
29. 900 Wiener Gärtner und Bauern produzieren 50.000 t Gemüse
30. Wien unterhält eine Reihe von Städtepartnerschaften und bildet mit den Nachbarländern die große Wirtschaftsregion Centrope.

Gemeinderatswahlen in Wien 2010#

Wiener Landtags- und Gemeinderatswahl
Wiener Landtags- und Gemeinderatswahl


--> Wien (Bildlexikon)
--> Abriss der Geschichte Wiens
--> Historische Bilder zu Wien (IMAGNO.at)
--> Wiener Vorstädte - Heimatlexikon

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Österreich-Bild - Wien ist ... allerhand (21.5.2006)


(mit freundlicher Genehmigung des ORF und EuScreen)



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« Diese Seite wurde am Dienstag, 22. Juni 2010, 14:36 von Unbekannt erstellt, zuletzt geändert am Donnerstag, 14. Februar 2013, 11:51 von Wurzinger Gerhard (Version 145).
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